Ein neues Open-Source-Programm mit dem Namen Providor soll Verletzungen des Datenschutzes auf Internetseiten aufdecken helfen. Der Privacy Violation Detector wurde vom Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie Garching für die Bundesdatenschutzbehörde entwickelt. Nach verschiedenen Testfasen durch die Bundesdatenschutzbehörde ist geplant, Providor später für alle zur Verfügung zu stellen.
Da es immer wieder Datenschutz-Diskussionen zu Google Analytics und anderen Analyseprogrammen gab und gibt, war hier bereits vor der Einführung des Programms eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden. Dabei ist noch nicht einmal abschließend geklärt, ob die Ip-Adresse personenbezogen ist oder nicht. Das haben deutsche Gerichte bisher unterschiedlich beurteilt. Der Suchmaschinenbetreiber Google hat seit Beginn der Datenschutzdiskussionen weiter an Analytics gearbeitet und einige Verbesserungen geschaffen. So kann mit "anonymizeIP" die Ip Adresse verstümmelt oder mit einem Browser-Add-on das Analytics-Tool ausgeschaltet werden. Wichtig für Webseitenbetreiber ist sicherlich, die gesetzlichen und auch von Google geforderten Datenschutzerklärungen für jeden Seitenbesucher sichtbar auf der Webseite zu veröffentlichen.
Es ist zu hoffen, dass es hier vor einem großflächigen Einsatz von Providor zu gültigen und tragbaren Regeln für Analysetools und dem Status der IP-Adresse kommt. Sonst könnte eine neue Abmanwelle die deutsche Internetlandschaft unansehnlich machen. Datenschutz ist wichtig, aber genauso wichtig ist die Analyse von Webseiten. Den schließlich verdient manche Mitbürgerin, mancher Mitbürger, sein tägliches Brot mit Hilfe seiner Onlineangebote. Auch zum Wohle ihrer Kunden.
Donnerstag, April 14, 2011
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