Mittwoch, Dezember 16, 2009

Vorratsdatenspeicherung

Die erste mündliche Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts am 15.12.2009

Die bisher größten Sammelklage von fast 35 000 Klägern vor dem Bundesverfassungsgericht zeigt, wie wichtig für alle das Thema Vorratsdatenspeicherung ist.
Wie sicher sind die gespeicherten Daten vor unerlaubten Zugriff? Bisher wurden bereits einige Male Nutzerdaten, die eigentlich sicher sein sollten, von Hackern ausgespäht und weiterverbreitet. Wer garantiert, das die verantwortlichen Firmen die Daten sicher unter Verschluss halten und nach einem halben Jahr tatsächlich löschen, wer alles kann mittels IP Adresse meine Spur im Internet verfolgen?

Wer bezahlt die ganze, dafür notwendige teure Technik? Ob nun der Staat oder die IT-Branche, letztendlich sind wir selbst diejenigen, die dafür noch zur Kasse gebeten werden.
Seit 2008 ist durch die Vorratsdatenspeicherung für ein halbes Jahr nachweisbar, wer mit wem per Mobiltelefon, Telefon oder E-Mail in Verbindung getreten ist oder sich von seinem Rechner aus ins Internet eingeloggt hat. Selbst Standorte werden lokalisiert.
Was kann man mit diesen gesammelten Daten alles anfangen? Wir werden gläsern, beziehungsweise unser intimstes was wir haben, unser Zuhause und unsere Privatsphäre.
Menschen, die mit krimineller Energie illegale Handlungen planen, werden sich andere Kommunikationskanäle suchen und damit ist keinem geholfen. Anders herum kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die gespeicherten Daten selbst zum Ziel von bestimmten Gruppen werden könnten.

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