Donnerstag, März 17, 2011

Finger weg von der Maus

Google Analytics mit "anonymizeIP()" reicht bei weitem nicht aus, so lautet der Tenor einer Datenschutzbehörde am 9.3.2011 aus Deutschland! Nach den unzähligen Attacken böser Webseitenbetreiber schreitet nun endlich eine Behörde ein. Unzählige Surver wurden während der Nacht aus den Betten geklingelt, bei ihren Grillfesten im eigenen Garten gestört. Und das nur, weil sie eine Webseite besucht haben, auf der im Hintergrund ein Analysetool die Internetverbindung mitgeschnitten hat. An Hand der IP Adresse haben die Webseitenbetreiber den Wohnort ausfindig gemacht und so die Menschen belästigen können.
Finger weg von der Maus.

Liebe Surver, in Zukunft müsst ihr vor jedem Webseitenbesuch erst einmal eine schriftliche Bestätigung an jeden Webmaster senden, sonst kommt ihr nicht rein. Denn das Impressum lesen ja doch die wenigsten. Und wenn ihr erst einmal auf der Seite seit, ist es eh zu spät.

Originalzitat:
  • „Den Betroffenen ist eine Möglichkeit zum Widerspruch gegen die Erstellung von Nutzungsprofilen einzuräumen. Derartige Widersprüche sind wirksam umzusetzen (siehe §15 Abs. 3 Satz 2 in Verbindung mit §13 Abs. 1 TMG).
  • Auf die Erstellung von pseudonymen Nutzungsprofilen und die Möglichkeit zum Widerspruch müssen die Anbieter in deutlicher Form im Rahmen der Datenschutzerklärung auf ihrer Internetseite hinweisen (§13 Abs. 1 TMG)
  • Personenbezogene Daten eines Nutzers dürfen ohne Einwilligung nur erhoben und verwendet werden, soweit dies erforderlich ist, um die Inanspruchnahme von Telemedien zu ermöglichen und abzurechnen. Jede darüber hinausgehende Nutzung bedarf der Einwilligung der Betroffenen.
  • Die Analyse des Nutzungsverhaltens unter Verwendung vollständiger IP-Adressen (einschließlich einer Geolokalisierung) ist aufgrund der Personenbeziehbarkeit dieser Daten daher nur mit bewusster, eindeutiger Einwilligung zulässig. Liegt eine solche Einwilligung nicht vor, ist die IP-Adresse vor jeglicher Auswertung so zu kürzen, dass eine Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen ist.“ 
www.l-seifert.de

Sonntag, Januar 16, 2011

Musterprozess wegen Analytics?

Unsere Webseite benutzt Google Analytics mit der Erweiterung "anonymizeIP()"

Diese Satz werden Sie zukünftig öfter lesen, soll doch, schenkt man einer Meldung glauben, mit einem Musterprozess gegen einen Anwender ein Exempel statuiert werden. Um vorzubeugen, kann man aber nun mittels Einfügen einer Zeile im Analytics - Code die IP Adresse verstümmeln lassen. Hierbei werden einfach die letzten 8 bit einer IP- Adresse gelöscht.

Webseitenbetreiber möchten gerade mit Hilfe von Google- Analytics oder andern Statistik- Anbietern die Herkunft seiner Seitenbesucher ermitteln. Und das geht eben nur mittels der IP- Adresse. Mit dem neuen, einzufügenden Code, kann der Besucher auf jeden Fall nicht mehr ermittelt werden. Somit wird wahrscheinlich auch der Standort etwas ungenauer festgestellt werden können. Aber der nächste Verbindungsknoten dürfte vielen als ausreichend erscheinen.

Da Google die Daten nicht in Deutschland verarbeitet, gibt es ein Problem mit dem deutschen Recht. In Deutschland ist es vorgeschrieben, dass die gespeicherten User-Daten auf deutschen Servern liegen müssen. Auch hier hilft das Entfernen der letzten 8 bit.

Seit einiger Zeit gibt es auch eine Browsererweiterung, die eine Übermittlung komplett verhindern kann. Diese wird aber leider nur für die Browser Internet Explorer ab 7, Firefox ab 3.0 sowie Chrome angeboten. Für die anderen noch vorhandenen Browser gibt es noch keine Abhilfe. Mit eben dieser Browsererweiterung werden alle Übermittlungen gesperrt, mit der Veränderung des Analytics- Codes nur diejenige besuchte Webseite mit der Google- Statistik.


Ihre Daten können Sie hier abfragen:
Anonymitätscheck